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Wittenberge. Im September und Oktober 2020 zeigte das Stadtmuseum „Alte Burg“ in Wittenberge die zwei Ausstellungen zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung: Die Macht der Gefühle und Wittenberge – Aufbruch und Anfang 1989. Beim Aufbau der Ausstellungen und der Ausstellungseröffnung zeigten die Wittenberger nicht nur ein reges Interesse an den Ausstellungen, sondern auch ein Bedürfnis, über diese Zeit zu sprechen.

Fotos (4): Martin Ferch

Viele hatten die geschichtlichen Ereignisse und damit ihre eigene Geschichte noch nicht verarbeitet. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass die nachfolgenden Generationen keine Ahnung mehr von dieser Zeit hatten, oft sogar desinteressiert waren. Als Möglichkeit, die Wendezeit auch persönlich zu verarbeiten, wurde ein Gesprächsabend an Ende der Ausstellungszeit organisiert. Unterstützt wurde das Stadtmuseum von der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.

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Susanne Kschenka, moderierte den Abend und half den Besuchern, sich an den Herbst 1989 zu erinnern. Ein Zeitstrahl mit den wichtigsten Ereignisse des Jahres 1989 wurde ergänzt mit denen Wittenberges, aber auch mit den persönlich bedeutsamen Ereignissen der Besucher. Junge Wittenberger, die nach 1989 geboren waren und zugezogene Wittenberger diskutierten gemeinsam mit den Akteuren über diese Zeit, ihre Emotionen, Erwartungen, Wünsche  und auch über das, was heute erreicht wurde oder verloren ging.

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Die Aufarbeitung der Ereignisse ist noch nicht zu ende, aber die Gespräche zeugten von einem tiefen Verständnis der Generationen füreinander. Auch Stolz über das Erreichte und die sich wieder entwickelnde Stadt Wittenberge wurde deutlich.

PPA/wb


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